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Riho

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1

Sonntag, 7. Dezember 2014, 17:14

Getreide füttern

Hallo zusammen,

ob Getreide gefüttert wird, ist bei der Frischfütterung und erst recht beim BARFEN immer ein strittiges Thema. Bisher gilt ja landläufig die Meinung, dass Hunde Getreide nicht oder schlecht verwerten können.
In der Zeitschrift Wuff Ausgabe 12 habe ich etwas Interessantes zum Thema von Sophie Strodtbeck gefunden. Schaut mal.
Ich schreibe nur auszugsweise, wird sonst zu lang.

"Verhaltenstherapie aus dem Futternapf? Der Einfluss der Ernährung auf das Verhalten des Hundes."

Mugford untersuchte den Einfluss von Eiweiß auf das Verhalten von Hunden erstmals wissenschaftlich. Er wies nach, dass eine Reduktion des Proteingehaltes der Gesamtration auf 15-18% zu weniger aggressivem Verhalten bei Hunden führt. Andererseits berichten viele Hundehalter, dass eine Steigerung des Proteingehaltes bei ihren Hunden eine verstärkte Aggressivität und Aktivität ihrer Hunde nach sich zieht. Mugfords Untersuchungen bestätigen die Vermutung, dass vor allem bei territorialer Aggression eine Besserung des Verhaltens erzielt werden kann.
Umso unverständlicher ist es, dass an vielen Fronten Kohlenhydrate im Hundefutter verteufelt werden und nur ein Hundefutter, das einen hohen Proteingehalt aufweist, als qualitativ hochwertig gilt. Aber der Hund ist entgegen anderslautender Gerüchte kein Carnivore, sondern vielmehr ein Carni-Omnivore, also ein Fleisch- und Allesfresser! Erst kürzlich wurde in einer aktuellen Studie gezeigt, dass der Hund im Gegensatz zum Wolf sehr wohl in der Lage ist, Kohlenhydrate zu verdauen, ja sogar eine andere Zusammensetzung der Verdauungsenzyme wurde nachgewiesen. Drei Enzyme, die für die Spaltung und Umwandlung von Stärke benötigt werden, kommen beim Hund in deutlich größeren Mengen vor als beim Wolf und weisen eine wesentlich höhere Aktivität auf. Dies deutet darauf hin, dass die Anpassung der Fleischfresser an eine stärkehaltige Nahrung ein entscheidender Schritt in der frühen Domestikation der Hunde gewesen sein könnte. Die Evolution ist also nicht spurlos am Hund, der seit seiner Existenz als Müllkippenräumer der Menschen lebt, vorbeigegangen, sondern hat Spuren hinterlassen. Es gehört also in die Schublade der Irrtümer und Mythen, dass Hunde keine Kohlenhydrate verwerten oder bekommen sollen."

Das Gleiche hat Frau Dr. Ziegler in ihrem Buch "Tierärzte können die Gesundheit ihres Tieres gefährden" geschrieben:

"Prinzipiell unterscheidet sich der Magen-Darm-Trakt unseres Haushundes und unserer Hauskatze nicht von dem des Wolfes beziehungsweise der Wildkatze, obwohl bei neuen Genforschungen festgestellt worden ist, dass mit der Domestikation des Wolfes zum Haushund vor circa 12.000 Jahren eine genetische Anpassung an stärkehaltige Nahrungsmittel parallel ging. Vor allem drei Enzyme, die für das Spalten und Umwandeln von Stärke notwendig sind, sollen beim Hund in größeren Mengen und mit höherer Aktivität vorkommen als beim Wolf."

Das nur mal als Info.

Grüße von
Rita

Madze

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2

Sonntag, 7. Dezember 2014, 17:22

Danke Rita.

Na das ist doch mal was. Mylo bekommt schon fast immer KH zum Futter und ihm bekommt es gut bzw. er braucht es in der Abendration sogar, sonst hat er am nächsten Morgen Bullerbauch.
Signatur von »Madze« Liebe Grüße
Madlon mit Nesto, Rieke, Gina und Mylo für immer im Herzen


Die Intelligenz eines Hundes zeigt sich oft in der Fähigkeit, Wege zu finden, wie er einem Befehl nicht gehorchen muss.

3

Sonntag, 7. Dezember 2014, 18:56

Hallo Rita!

Und danke für die Information!
Wie mans macht ist es falsch :D


Bei uns gibt es schon Getreide, aber in Maßen.
Mal Nudeln, mal Reis, mal Kekse, mal ein Stück Brot mit Leberwurst oder Butter ...
Ich denke man muss halt aufpassen dass es nicht zu viel wird,manche Hunde nehmen ja darauf ja recht schnell zu, und gerade beiden Zwergis muss man da ja aufpassen.


Aber, gut zu wissen, danke!!


Janne

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4

Sonntag, 7. Dezember 2014, 19:53

Nun mal langsam. Hier und da ein Stückchen "sündiges" Brot etc, wird keinen Hund umbringen, ganz gewiß nicht.
Dennoch muß man wissen, daß Getreide die Aufnahme von Kalzium verhindert aus zwei Gründen: Erstens fehlt ihm die Aminosäure Lysin, zweitens enthält es Phytate. Ersteres ist nötig für die Kalziumverwertung, zweiteres verhindert sie auch noch. Zudem binden sie wichtige Mineralien wie Zink, Chrom und Selen.
Getreidelastige Ernährung ist und bleibt keine wirklich gute Idee für den Hund (und nebenbei auch für viele Menschen). Da gibt es noch andere wichtige Gründe, für die mir jetzt die Zeit fehlt.
Eine Ausnahme gibt es: Getreidesprossen, eine Nährstoffbombe! (Wie Gemüse sollten auch diese püriert gegeben werden).
Das in aller Kürze, weil ich jetzt leider weg muß.
LG Heike
Signatur von »Janne« www.Riesenschnauzer-pfeffer-salz.de

Highlander

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Sonntag, 7. Dezember 2014, 20:24

Ich bin auch ein Gegner von Getreide. Meine Meinung: Der Hund verträgt sie nicht besser, weil er es frißt, weil er es braucht, sondern weil er vom Menschen dazu genötigt wird. Diese *hm* "Entwicklungsstufe" hätte er nicht genommen, wenn er sich Futter selber nach Bedarf zusammengesucht hätte. Was will das arme Tier auch machen, wenn er nichts anderes vorgesetzt bekommt, ausser verhungern? (und da denke ich hauptsächlich an arme Länder, wo Hunde mit Brot + Milch gefüttert werden)

Unsere Hunde kriegen kein Getreide EXTRA dazu, nur das (wenn) was vom Mittagessen übrig.


In der Presse geistern nun schon öfters solche Berichte rum. Ich denke, es folgt ein merkliches Umdenken in der Hundeernährung und die Industrie muß nun irgendwie drauf reagieren ;)
Signatur von »Highlander« Viele Grüße Astrid

Man lebt ruhiger, wenn:
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Lancelot

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6

Sonntag, 7. Dezember 2014, 20:42

Zitat

Unsere Hunde kriegen kein Getreide EXTRA dazu, nur das (wenn) was vom Mittagessen übrig.

Wir füttern auch schon lange getreidefrei. Einzige Ausnahme sind 2 Thunfisch-Kekse morgens, die ich backe...und die MÜSSEN sein ;) weil sie so toll schmecken.
Und ab und zu gibt es mal abends ins Futter ein paar Spaghetti wenn sie übrig sind. Aber eher selten.

7

Sonntag, 7. Dezember 2014, 20:47

... nun ja astrid ... mit dem argument könnten wir auch milch und milchprodukte aus der menschlichen nahrung verdammen, weil auch die verdauung von milch nach der stillzeit ist etwas, was der mensch der evolution zu verdanken hat. (und was in manchen regionen den menschen auch fehlt ... japan ist das so ein beispiel.)

Getreidelastige Ernährung ist und bleibt keine wirklich gute Idee für den Hund

das sehe ich auch so.

wobei ich einen unterschied sehe zwischen nahrung die auch getreide enthält und getreidelastige ernährung.

ich füttere immer auch getreide, pseudogetreide oder kartoffeln. es macht ca. 10-15% der ration aus und mein Q hat es auch gebraucht um bei guter figur zu sein. er war aber auch derjenige, der gluten nicht vertrug.

ich denke es hängt - wie bei vielem - auch vom tier ab und von den anforderungen die an ihn gestellt werden.

ich habe z. b. in wintern, in denen witterungsbedingt das training nur reduziert stattfinden konnte, den proteingehalt des futters reduziert, da ansonsten die nicht durch sport absorbierten energien zu spannungen in der gruppe - sprich aggression - führten.

lg claudia
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8

Sonntag, 7. Dezember 2014, 21:39

Wir meiden i.d.R. auch Getreide.

Hier noch ein Link zum Thema

http://www.dr-delorme-hamburg.de/hunde.html

LG Ela

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Highlander« (7. Dezember 2014, 21:46) aus folgendem Grund: Link gangbar gemacht


Judy

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Sonntag, 7. Dezember 2014, 22:22

Zitat

In der Presse geistern nun schon öfters solche Berichte rum. Ich denke,
es folgt ein merkliches Umdenken in der Hundeernährung und die Industrie
muß nun irgendwie drauf reagieren ;) Zitat von Astrid
Die Industrie hat schon vor geraumer Zeit reagiert und verkauft nun Kartoffeln zum Kilopreis von durchschnittlich 4,-€ , es lebe das getreidefreie TroFu. :rolleyes: 8)

In irgendeinem Artikel hat der Herr Gansloßer zur Beruhigung des aus dem Ruder laufenden Hundes ein Präparat der Firma CD Vet ( Vertrieb ducht TA-Praxen) empfohlen.
Ein Schelm, der Böses denkt und die Ausschüttung von Glücks- und Triebhormonen in die fütternden Hände der Veterninäre gibt.

Fakt ist, dass dem Hund durch Domestikation keine Mahlzähne gewachsen sind, sein Speichel keine Enzyme zur Vorverdauung von Kohlehydraten enthält, und dass sein Darm immer noch nicht die Länge und die Zotten aufweist, die eine beschwerdefreie und artgerechte Getreideaufnahme ermöglichen.

Weniger ist mehr, auch bei der Fleischfütterung, es darf das richtig durchwachsene Fleisch sein, die fettreichen Teile und die fleischigen Knochen, ganz zu schweigen vom Wiederkäuermagen und den Innereien.
Leider halten es viele Leute mittlerweile so, dass sie sich über die Hochwertigkeit der Nahrung zu den Guten zählen wollen und dadurch solche Artikel geradezu herausfordern.
Signatur von »Judy« Gruß, Judy

An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern.

Erich Kästner

Highlander

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Sonntag, 7. Dezember 2014, 22:53

es darf das richtig durchwachsene Fleisch sein, die fettreichen Teile und die fleischigen Knochen, ganz zu schweigen vom Wiederkäuermagen und den Innereien

:thumbup: @ Judy - ein Artikel vor längerer Zeit geht mir nicht aus dem Kopf. Schwerverdauliche Teile (Sehnen, Knorpel etc.) SOLLEN verfüttert werden, um die Bänder des Magens zu trainieren. So KANN z. B. Magendrehungen vorgebeugt werden. (bei uns gibts morgen Kehlkopf :D )

Ein freilebender Hund / Wolf o.ä. wird sich immer das Tier mit seinen Bestandteilen vornehmen, im NOTFALL (Hungerzeiten) auch mal Früchte vom Strauch, aber nie den Maiskolben vom Feld pflücken.

Dies ist MEINE ganz persönliche Einstellung und niemand muß sie für sich verpflichtend annehmen.
Signatur von »Highlander« Viele Grüße Astrid

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