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rabe

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Hunde: riesenschnauzer schwarz 02.11.2020

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1

Dienstag, 25. Mai 2021, 09:55

Was ist dran an der Mär ...

... des Einmannhundes?
Seit ich meinen Welpen habe, komme ich wieder öfter mit anderen Hundehaltern ins Gespräch (obwohl ich eigentlich gar nicht wirklich will. Bin mehr der Einzelkämpfer). Von verschiedener Seite habe ich jetzt mal wieder gehört, daß der Riesenschnauzer ein Einmannhund wäre. Ist das wirklich so?
Habe z.B. mal von einem RS gehört, der erfolgreich als Blindenführhund ausgebildet wurde. Als er jedoch an den zukünftigen Besitzer "ausgeliefert" wurde, war die ganze Ausbildung futsch, er hat´s einfach nicht mehr gemacht. Begründet wurde es damit, daß RS sich nur von einem Führer ausbilden lassen und bei anderen Führern unzuverlässig sind.
Signatur von »rabe« Zuerst hatte ich einen Hund, als mir das nicht mehr genügte hab ich mir einen Riesenschnauzer geholt.

Coquette

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2

Dienstag, 25. Mai 2021, 13:20

Meine Hündin, knapp 2 Jahre alt, ist sicher das Gegenteil von einem Ein-Mann-Hund. Sie lässt sich problemlos von meinen (erwachsenen) Kindern spazieren führen und Sontag haben wir in der Rettungshundestaffel einen Versuch gewagt der das noch topt. Ein anderer Hundeführ aus der Staffel hat Yette bei einer Suche geführt während ich im Auto gewartet habe. Yette hat sehr gut gesucht und perfekt rückverwiesen. Sie arbeitete ebenso zuverlässig wie mit mir.

Was natürlich nicht heißen soll, dass alle Hunde gleich sind.

Colonia

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3

Dienstag, 25. Mai 2021, 13:36

Die sog. " Mär " ist kein Märchen, allerdings auch nicht unbedingt auf den RS beschränkt.
Ein - Mann Hunde findet auch in anderen Rassen.
Insbesondere bei den Gebrauchshunden sind es Hunde, die einerseits ein gewisses Mißtrauen Fremden gegenüber haben, andererseits aber auch eine Portion Durchsetzungsvermögen haben.
Wird ein solcher Hund sachgemäß ausgebildet und erfährt seinen HF als zuverlässig, berechenbar , konsequent und auch mit einem Maß an Empathie, dann wird sich ein solcher Hund oft sehr eng an diesen einen HF anschließen. Je nachdem, wie hoch das Selbstbewußtsein des Hundes ist, wird er -. verständlicherweise - anderen Menschen nicht den Stellenwert seines HF zumessen.
Warum sollte er auch: auf Grund der Persönlichkeitsstruktur dieser Hunde und dem artgemäßen Leben in einer Hierarchie ist der HF ja nicht beliebig austauschbar, da er ja über die o.a. Merkmale verfügt.
Man könnte auch sagen - je stärker der Hund und je dominanter die Führung, des so eher die Wahrscheinlichkeit, einen Einmannhund zu bekommen.
Das dieses nicht unbedingt die einfachste Konstellation ist , muß man ausdrücklich dazu sagen.! Weil - bei Ausfall des HF - egal ob kurz/längerfristig oder ganz wird es zu Problemen kommen. Manchmal sind sie lösbar, manchmal aber auch nicht.
Man kann also sagen: je eher man einen Hund ( dazu geprägt ) hat, nach dem Motto zu leben" keine Angst vor gar nix ", je größer ist die Chance, dass dieser Hund sich sehr eng seinem HF anschließt und bei anderen Menschen - auch innerhalb der Familie- ganz deutlich sagt: was willst Du denn von mir :?:
Zu erklären, woher ich das weiß, erspare ich mir :P
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Riho

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4

Dienstag, 25. Mai 2021, 15:18

Mein Charlie hat einen Riesen für einen Hundefreund ausgebildet, der nach einem knappen Jahr, nachdem er den Hund gekauft hatte, sehr krank wurde. Der Hundefreund war nach einer Weile wieder mit auf dem Platz, konnte aber nicht mehr mit dem Hund arbeiten. Dieser Riese hat nur noch Charlie gesehen. Wenn er mit seinem Menschen auf den Platz kam, schrie er regelrecht, bis Charlie ihn an die Leine nahm. Der Hund klebte nur noch an ihm. Sein Mensch wollte mal so gerne mit ihm apportieren, aber der Hund lief an ihm vorbei und suchte auf der Terrasse nach Charlie und übergab ihm prüfungsreif das Bringholz. Charlie hat ihn dann bis zur Prüfung gearbeitet und wurde sofort Landesmeister mit ihm.
Der Hundefreund hatte in seinem Wohngebiet ständig Stress mit anderen Rüden, weil seine Rübe sich nicht benehmen konnte. Charlie ist dann zu ihnen gefahren, sie sind dort spazieren gegangen und ..... alle Lieblingsfeinde wurden ignoriert, der Hund schaute nur Charlie an mit Herzchen um die Augen. In einem neutralen Gebiet das gleiche Ergebnis. Der Riese lebte in seiner Familie ohne Probleme (außer beim Spaziergang), aber sobald Charlie in der Nähe war, sah er nur noch ihn. Bei keinem anderen Hundeführer zeigte er dieses Verhalten. Gastführer meinten, Charlie zeigen zu müssen, wie man "richtig" mit dem Hund umgehe (nach alter Väter Sitte). Der hat ihnen was gepfiffen und ist keinen Schritt mit denen gegangen. Als ein besonders "kompetenter" Sportfreund ihn zwingen wollte, ist er auf ihn los gegangen und hat nach Charlie gesucht. Ach ja, zum Personen suchen gab es auch noch was. Der Hundefreund und Charlie haben sich in zwei Verstecke gestellt und ich habe den Hund geschickt. Der fand in dem einen Versteckt seinen Menschen, lief an ihm vorbei und suchte mit Tempo die anderen Verstecke nach Charlie ab. Als er ihn gefunden hatte, ist er fast in ihn rein gekrochen.

Bei einem anderen Riesen, dessen Frauchen komplett überfordert war mit dem Kerl, war das ähnlich. Sobald Charlie mit ihm trainierte, war er sein Mensch. Es mag sicherlich auch daran liegen, dass beide Riesen bei Charlie eine klare und feste Führung hatten, die sie bei ihren Menschen nicht bekamen.

Unsere eigenen Hunde waren ausnahmslos auf mich fixiert. Egal ob unsere beiden Rüden, die Schnauzermädels oder das Zwergi. Sie schmusten mit Charlie, gingen gerne mit ihm spazieren aber ihr Dreh- und Angelpunkt war ich. Haben Hunde sich ihren Menschen aus geguckt, kann man daran überhaupt nichts ändern.

Coquette

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5

Dienstag, 25. Mai 2021, 17:33

@ Riho: ich grübele immer mal wieder darüber nach. Über die Bindung von Yette zu mir und über ihre -sagen wir mal - Offenheit Anderen gegenüber. Im Alltag, tagtäglich weicht sie nicht von meiner Seite. Ich gehe raus in den Stall, sie geht mit. Ich gehe auf die Koppeln, sie geht mit. Ich gehe ins Haus, sie geht mit. Ich gehe in den Keller, Yette ist dabei. Sie schläft neben meinem Bett und wenn ich mich mal mittags auf's Ohr haue liegt sie neben mir.

Trotzdem folgt sie meiner Tochter beim Ausreiten, dem anderen Hundeführer bei der Suche, den Ponykindern wenn sie um sie rum wuseln und ganz schüchtern "Platz" sagen.

Ich muss mal Bilder hochladen. Yette ist ein Riesenschnauzer.

Delebär

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6

Dienstag, 25. Mai 2021, 17:52

Nun , dazu kann ich auch etwas beitragen :
Meine Nicki , mein zweiter Schnauzer , folgte mir auch überall hin , war gehorsam , ging mit mir auf den Hundeplatz , hat Prüfungen mit mir absolviert ; lies sich auch von anderen führen , aber sobald mein jüngster Sohn in der Nähe war , war ich und jeder andere auch abgemeldet . Selbst später , als mein Sohn nicht mehr bei uns wohnte und eigene Hunde hatte , hing Nicki wie eine Klette an ihm sobald sie ihn sah .

Mäddy ist auch so ein Hund , aber sie ist ganz mein Hund .Sie akzeptiert alle Familienmitglieder , respektiert sie aber nicht . :gr?:
Signatur von »Delebär« Ich brauche keinen Therapeuten; ich gehe Gassi

Wenn du nicht weißt wie du deinen Hund erziehen musst , frag Leute die keinen Hund haben , die wissen das

7

Dienstag, 25. Mai 2021, 19:23

@Burkhard - perfekt auf den Punkt gebracht!
Signatur von »Claudia_R« .. ich hab ja sonst nix zu tun ...

schnauzer.claudia-ringwald.de - Q, U-Man & Ziggy im Netz
www.riesenschnauzer-forum.de - Das Riesenschnauzer-Forum

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Mittwoch, 26. Mai 2021, 15:26

@ Claudia R.
-:- :wi:
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9

Donnerstag, 27. Mai 2021, 04:33

Hunde und ihre Befindlichkeiten; nicht nur im Sport

Moin,

ich bin Bj. 1960.
Unser Boxerrüde "Arras v.d. Steinbreite" = Sept. 1961. Irgendwann hat meine Mutter akzeptiert, dass ich oft in seinem Körbchen gelegen habe.

Da mein Vater beruflich viel unterwegs war; meine Mutter mit ihren 2 Blagen ausreichend beschäftigt war, kam unser Arras in die Hände eines erfahrenen Hundeführers, der ihn ausgebildet hat. Ein Polizist und ein toller Hundesportler.

Es kam der Tag der Prüfung. 30°C.
Arras machte alles mit, bis es ans Bringen über die Hürde ging. Er pinkelte dran, kratze ein wenig... und ging in der Exter (Mini-Flüsschen bei Rinteln) baden.
Ich liebe diesen Hund auch heute noch!!!

Im Schutzdienst - damals noch SchH) war er eine volle Niete.

aaaber: als meine Mutter mal in der Dämmerung von einem "Kerl" bedroht wurde... Holla die Waldfee. Arras schützte sein Rudel!!

Er war schon 10 + , als er dem Nachbarn das Leben rettete. Der war nämlich über seine Mülltonne gestürzt und Arras hat so lange gebellt, bis meine Eltern den hilflosen Mann gefunden und den Notarzt gerufen hatten.

Sorry, wenn ich jetzt mal "nostalgiere", aber dieser, mein Hund, wird unvergessen sein. PUNKT. Maria

Danke für's Lesen :)

Maria
Signatur von »Moustache« Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
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