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31

Samstag, 5. Dezember 2020, 16:01

Hallo Olaf,

ich wiederhole mich nochmal:
Dein Hund ist sehr jung und damit kein souveräner Verteidiger eines Territoriums sondern er zeigt seine Unsicherheit an.

Du bist der Erwachsene.
Wenn Du möchtest, daß er ruhig und gelassen ist, zeige ihm, daß Du den Job des Bewachens sehr gut alleine wuppen kannst und er keinen Grund hat unsicher zu sein, solange Du es nicht bist.

Sprich: Lebe ihm vor, daß es nichts zum aufregen gibt.
Und das heisst im ersten Schritt:
- ihm sein Verhalten nicht verbieten
- nicht reagieren, sondern agieren im Sinne von: Hier ist nichts los.

Ich zweifle aus Erfahrung, daß man einem jungen Hund beibringen kann "hier ist es okay, daß Du Deine Unsicherheit durch territoriales Verhalten überspielst" und "hier will ich das nicht".

Entweder das eine oder das andere.

Liebe Grüße,

Claudia
Signatur von »Claudia_R« .. ich hab ja sonst nix zu tun ...

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Riho

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32

Samstag, 5. Dezember 2020, 16:43

Olaf, ich erzähle dir ein Beispiel von Julchen.


Als sie zu uns kam, war sie 4 1/2 Monate alt und vorher schon bei einer anderen Familie. Sie brachte - auch in diesem jungen Alter - schon Altlasten mit, die sie mir durch ihr Verhalten zeigte (oft konnte ich auch nur raten). Sie tobte z.B. super gerne mit anderen Hunden herum. Ein Rennerchen machen war für sie das größte. Aber vor sehr großen Hunden hatte sie Bammel und versuchte, sich in Sicherheit zu bringen. Hätte ich ihr erzählt, dass sie doch gar keine Angst haben musste, hätte ihr das nicht sehr geholfen. Also habe ich sie, wenn ein sehr großer Hund kam, hinter mich gebracht und habe die anderen Hunde ab geblockt. Die blieben auch auf Abstand und Julchen und ich sind unserer Wege gegangen. Nach gar nicht so langer Zeit stellte Julchen sich sofort neben mich, wenn ein großer Hund kam. Sie lief nicht mehr weg, sie vertraute sich meinem Schutz an. Noch etwas später ließ sie sich von solchen Hunde beschnüffeln, schnüffelte selber und wir gingen weiter. Irgendwann interessierten sie so große Hunde nicht mehr. Wurde doch mal einer aufdringlicher, war sie sofort an meiner Seit, schaute mich an und meinte:" Tu den mal weg." ^^ Das ist bis heute - sie ist nun fast 11 Jahre alt - so gelieben.


Grüße von
Rita

Traudel

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33

Samstag, 5. Dezember 2020, 18:33

Olav ich sage dir mal was,
erziehe ihn so, daß er draußen auch ohne Leine bei dir bleibt, das ist Gold wert, das macht unser Zwerg auch, weil die Leinen immer am Rad hängen :rolleyes: bei meinem Gatten.
Ich habe immer was in den Händen :exla:
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34

Sonntag, 6. Dezember 2020, 14:55

Hallo Olaf,

meine MS Hündin ist nun 5 Monate alt und ich kenne die Fragen, die du dir stellst ;)

Wichtig für uns bisher: Whoopi muss ihren Platz in unserer Gruppe finden, sie soll dem Alltag bei uns folgen und für uns wichtige Situationen kennen lernen.Sie lernt nützliche Dinge wie z.B. Fell- und Körperpflege, Ab ins Haus, Füße abputzen, geh auf deine Decke, Halsband an / ab, Leine an / ab.....Nein, Aus, lass Lütte in Ruhe.....

Und das Wichtigste überhaupt: Rückruf!! Auf Pfiff und verbal!! Um hier IMMER meine Interessen durch zu setzen, läuft sie draußen nur an der Schleppleine (wobei ich das Ende in der Hand halte - es erstaunt mich immer wieder, dass Menschen ihren Welpen an einer 10m Schleppleine haben und diese sich außerhalb ihrer Einwirkung befindet). Sie darf nicht auf fremde Grundstücke und nicht auf Acker, Wiese und co. Bisher weiß ich nicht noch nicht, wie ihr Jagdtrieb "draußen" ist - im Garten läuft sie halbherzig Vögeln hinterher, unsere Gänse läßt sie in Ruhe und sie hat Maus und Ratte gekillt. Aber wie es mit Katzen und Wild aussieht :?: ......Der von Burkhard beschriebene Rückruf klappt bei Lütte hervorragend, bei Bilbo gar nie und bei Whoopi werden wir sehn :)

Dinge wie Sitz und Platz und Fuß stehen später auf dem Stundenplan.

Fremden Menschen gegenüber ist sie neugierig, aber nicht aufdringlich. Da hat sie schon kapiert, dass sie nicht zu jedem hin darf.

Ich weiß noch nicht, ob sie knurren kann :) Hab`s noch nicht vernommen

Viele Grüße
Barbara
Signatur von »BilboBabsy« "Die Welt ist im Wandel. Ich spüre es in der Erde. Ich spüre es im Wasser. Ich rieche es in der Luft." Galadriel aus Herr der Ringe!

ori1412

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35

Samstag, 12. Dezember 2020, 12:15

Zielstellung

Hallo Allerseits.
Ich habe mich eine Woche herausgehalten, hatte einfach keine Zeit.
@Claudia: danke für Deinen Tipp. Wir waren auch in dieser Woche bei Kunden und ich habe beobachtet, dass es auf das Timing ankommt. Nachdem ich ihn die ersten Male im Moment der ersten Reaktion ruhig angesprochen und abgelenkt hatte, blieb er ruhig liegen und ignorierte Bewegungen im Flur oder den Mann in der Tür. Für die stürmische Begrüßung werde ich mir noch was einfallen lassen müssen - ich denke nach wie vor, dass den Menschen die 3er Regel klar gemacht werden sollte. Bekannte mit Hundeerfahrung gehen selbstsicher und ruhig mit ihm um. In diesen Fällen lässt er sich mittlerweile auch berühren.
@Rita: Julchen und Charlie scheinen in dem Punkt die gleiche Entwicklung durchgemacht zu haben. Auch Charlie floh anfangs panisch vor jedem Hund ( auch kleinen ) der ein warnendes Bellen verlauten lies, beispielsweise wurde ein Spaziergang durch ein Brandenburger Dörfchen wegen der vielen Hofhunde für ihn (und mich) zum Spießrutenlauf, er hing nur in der Leine. Auch auf der Hundewiese hatte ich das eine oder andere mal Schwierigkeiten ihn zurückzurufen (weil ein und ihn zurechtgewiesen hatte). Mittlerweile kommt er mit jedem Hund klar, ab und zu sucht er noch Schutz bei mir (z.B. wenn er von drei Großen bedrängt wird), dass wird aber immer seltener. Es macht Spaß, ihn bei seinen Annäherungsversuchen zuzuschauen, er knackt selbst die, bei denen die Besitzer sagen, dass sie aggressiv gegenüber Jungspunden reagieren würden. Was er nun leider lernen muss ist, dass er nicht jedem Hund hinterherlaufen soll und auch nicht jeder Hund mit ihm spielen will. Entdeckt er einen Hund am Horizont, hängt mein Charlie in der Leine und will hin.:(
@Barbara: Du hast recht, der Rückruf ist das wichtigste überhaupt und auch wenn er bei Charlie noch gut über die unsichtbare Leine funktioniert (ich gehe in eine andere Richtung und sage Charlie wir gehen hier lang ), muss ich unbedingt daran arbeiten und werde dass mit der Schleppleine trainieren. Mein Ziel ist es, ihn zu mir rufen zu können - egal was er da gerade macht. Regeln wie zuerst ins Bad Füße putzen, runter von der Couch, Küche ist tabu setze ich durch und das funktioniert schon recht gut. Andere Tiere ignoriert er weitestgehend, oft muss er regelrecht darüber stolpern, um sie zu beachten. Gut, Amseln und Krähen provozieren gerne, darauf reagiert er natürlich, aber ein lass es reicht im Allgemeinen aus.
Charlie hat schon alles gezeigt, ob Bellen, Knurren (leider auch schon gegenüber Kunden) und sogar schon Wolfsgeheul :). Aber er ist nun mal ein Hund und setzt diese Lautäußerungen sehr sparsam ein - alles gut.
Also nochmals - dran bleiben muss ich beim Rückruftraining, die Leinenführigkeit ist schon etwas besser allerdings noch lange nicht so, wie ich es mir vorstelle und nicht zuletzt die Interaktion mit Menschen sollte angenehmer werden.
Vielen Dank für die vielen Tipps, ich wünsche allen einen besinnlichen dritten Advent.
LG Olaf. :thumbsup:

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