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Titch

Forenmaus

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11

Montag, 31. August 2020, 13:40

Wichtig ist das Vertrauen zum Züchter. Aber wie sieht das "Vertrauen" aus?

Bei Enya v. Amber hat sich ihre neugierige Blick im Workingdog.EU. mich fasziniert - so nahm ich Kontakt mit der Züchterin. Am Telefon (1 Std.) sind wir einig, dass wir sie holen kommen.
Signatur von »Titch« Bevor i mi uffreg isch mrs lieber egal

kaiman

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12

Montag, 31. August 2020, 14:28

Moin Sonja,

da du danach fragst, wie es bei uns war, hier meine Geschichten:

Unser erster Riese (aber nicht allererster Hund) wurde uns durch den Züchter "zugeteilt". Wir durften 2 benennen, die wir für uns auserkoren haben.
Wir waren jede Woche ab Besuchserlaubnis beim Züchter und haben die Welpen beobachtet. Das Geschelcht stand für uns fest, also haben wir auch nur die beobachtet.
Was wir gemacht hätten, wenn der Züchter uns keinen von unserer Wahl hätte geben wollen....? Ich weiß es nicht. :gr?: Wir bekamen zum Glück einen unserer 2 Favoriten ;)

Die Züchter sehen ihre Welpen den ganzen Tag und können viel viel besser abschätzen welch "Talent" in ihnen schlummert.
Oftmals haben Züchter Wartelisten. Und Personen die schon lange auf einen Welpen warten, dürfen meist zuerst wählen. Und dann ja noch die Veranlagung - soll es mal ein Zuchthund werden, ein Sporthund, ein Familienhund ect pp.
Daher gibt es auch meist ein sehr ausführliches (oder mehrere) Gespräch, bei dem der Züchter abcheckt, was man für eine Type ist und ob das passt :D

Auch wir haben "Tests" gemacht. Wir reden hier nicht von irgendwelchen besonderen Belastungstest bei dem man sonstwas mit dem Hund veranstaltet. Das war viel Beobachten, mit dem Welpen um Spielzeug balgen, Hund auf den Arm nehmen, Hund kraulen, Hund mal ein bisschen entfernt wegtragen, beim Fressen beobachten usw.
Das sind so subtile Anzeichen, mit denen man sich schon ganz gut einen ersten Eindruck verschaffen kann. Vorausgesetzt man kann das, bzw weiß diese Signale einzuordnen!

Bei meiner zweiten Hündin habe ich mir nur Videos von den Welpen angucken können und genau diesen Hund ausgesucht.
De Zufall wollte es, dass dieser Hund erst vergeben und dann doch wieder frei wurde. Als wir dann zum Züchter fuhren, waren noch 3 andere Welpen da. Ein Rüde davon hat unheimlich die Nähe von meinem Mann gesucht. Und auch ich war kurzzeitig verunsichert, ob wir nicht doch einen anderen Welpen wählen sollten. Wir haben dann eine Nacht drüber geschlafen. Denn die Züchter hatten eine kleine Bemerkung fallen lassen, dass sie an diesem Tag - unserem Besuch - die Welpen gar nicht wiedererkannten. Alle waren sehr lieb und keiner stach da als "Rambo" heraus. Gerade dieser Rüde der meinen Mann belagerte, der sollte eher der Wilde sein. Davon spürten wir echt nix. Aber ich hatte ja nun die Videos stundenlang "analysiert" und genau diesen Hund herausgepickt. UND die Züchter werden mit Sicherheit keine komplette Fehleinschätzung ihrer Welpen gehabt haben. Warum sie an diesem Tag nun alle so zauberhaft, vorbildlich lieb waren..... ??? :D
Also habe ich mich auf die Videos besonnen und bin bei der Entscheidung geblieben. Außerdem - nicht grinsen - glaube ich an irgendwas Höheres, dass diesen Hund genau zu uns gebracht hat. Vom Video ausgewählt, ohne zu wissen ob es eine Hündin ist, erst vergeben dann wieder frei.... Dieser Hund sollte zu uns :**:

Den "mittleren" Hund wählen, oder den, der als erstes auf einen zukommt.... solche altbackenen Tipps kenne ich auch noch. Das wurde oft für Hunde oder Katzen aus einem Tierheim propagiert. Das sagt aber nicht allzuviel aus.
Wer beim Züchter kauft, kann sich auch auf seine Einschätzung verlassen (sollte er zumindest).
Man muss das Tier vollendens ins Herz geschlossen haben, dann ist alles was kommt - und sei es auch mal schwierig und steinig - nur halb so schlimm. Halbherzig irgendetwas eingehen, nur weil man jetzt grad das gewünschte Geschlecht nicht bekommt, oder nicht den Welpen den man lieber hätte, DAS sollte man auf keinen Fall. Auch wenn es dann schmerzt, aber dann sollte man warten und sich weiter umschauen.
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Colonia

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13

Montag, 31. August 2020, 17:41

Tests gestatte ich nicht so einfach - v.a., weil sie inzwischen nachweislich nichts bringen.

Da wäre ich jetzt aber mal neugierig, welche Quellen es dazu geben sollte ?
Der schwedische BPH – Wesenstest wird ja schon mit Welpen begonnen - er müßte also , wenn man Deiner Meinung folgt, nichts bringen. Ich frage mich dann aber, warum die sich solche Mühe machen :gr?:
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ulrike

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14

Montag, 31. August 2020, 21:50

Udo Gansloßer hat davon auf einer Züchterschulung berichtet. Eine anwesende PSK-Züchterin, die ich glaube 10 Jahre lang die Würfe durchgetestet hat (und dies verschriftlicht hatte) bestätigte das.
Es gibt ja unterschiedliche Ansätze von Test, die alle recht unzuverlässig sein sollen. Die grundsätzlichen Charakterzüge, also ob ein Hund immer vorne dran sein muss, oder eher zurückhaltend ist etc. kann man durch normale Beobachtung recht gut sehen.
Signatur von »ulrike« LG Ulrike mit Lava und Summer
und mit Sari und Yellow im Herzen
______________________
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.
Aus " Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry

15

Montag, 31. August 2020, 23:08

@Claudia
Jetzt muss ich doch mal neugierig fragen wie so ein Kauf von statten geht.
Man überweist den Kaufpreis und holt den Welpen dann vom Flughafen ab?


Bei mir war das nicht so, aber ich weiss daß das zumeist so läuft, wenn der Hund z. B. in die USA verkauft wird.

Mein kleiner Mann ist von einer Freundin der Züchterin transportiert worden, die auf dem Weg zu einer Ausstellung in England war.
Signatur von »Claudia_R« .. ich hab ja sonst nix zu tun ...

schnauzer.claudia-ringwald.de - Q, U-Man & Ziggy im Netz
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Susanne

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16

Dienstag, 1. September 2020, 08:16

Danke für die Info, Claudia!!
Für mich außergewöhnlich, aber bei Sportlern und Züchtern wohl keine
Seltenheit sich so einen Hund auszusuchen.
Signatur von »Susanne« Das Mittel gegen Stress und schlechte Laune
hat Fell und 4 Pfoten.
LG von Susanne und Leo

Coquette

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17

Dienstag, 1. September 2020, 13:44

Ich bin wie bereits geschrieben wurde der Meinung, dass der Hundebesitzer einen großen Einfluss darauf hat, wie sich der Hund entwickelt. Bei einem guten Züchter sind die Würfe ziemlich ausgewogen. Klar gibt es in einem Wurf die Forschen, es gibt die die sich im Hintergrund halten und einige dazwischen. Das ist in jedem Rudel so. In einer anderen Umgebung, in anderer Gesellschaft kann sich das immer und jederzeit ändern.

Als wir unsere Yette gesucht haben, wusste ich welche Eigenschaften der Hund haben sollte und welche für uns nicht so günstig sind. Außerdem hatte ich eine klare Vorstellung davon, was ich vom Züchter erwarte und wie die Elterntiere sein sollten (vom Wesen her).

Beim ersten Telefonat mit der Züchterin klopften wir - sie und ich - die Eckpfeiler ab. Ich löcherte sie über ihre Hunde und sie mich darüber wie der Hund bei uns leben soll, was für ein Umfeld er vorfindet usw. Wir stimmten in vielem überein, der erste Eindruck war sympathisch und ein Besuchstermin wurde vereinbart. Zu dem Zeitpunkt waren wir auf kein Geschlecht festgelegt. Allerding war klar, wenn es ein Rüde werden sollte, dann müsste der früh kastriert werden. Das fand die Züchterin nicht so doll (ich eigentlich auch nicht, aber hier geht es nicht anders) und damit war klar, dass es eine Hündin werden wird. Ob ich von ihr unter diesen Umständen einen Rüden bekommen hätte.... vermutlich wäre ich auf der Warteliste gelandet.

Vor der Abgabe haben wir die Welpen 3 mal gesehen. Wir waren auch bei einem Ausflug des ganzen Wurfs mit dabei und hatten reichlich Gelegenheit die Welpen in ganz unterschiedlichen Situationen zu beobachten. Unsere Beobachtungen deckten sich mit der Einschätzung der Züchterin und letzten Endes kann ich gar nicht fest legen wer den Hund ausgesucht hat. Ich würde behaupten das waren wir alle zusammen.

Bis ziemlich zum Schluss standen 2 Hündinnen zur Wahl. Weder wir, noch die Züchterin konnten große Unterschiede zwischen den beiden ausmachen. Die andere Hündin ging zu einem Ehepaar in unserer Nähe. Wir treffen uns immer mal wieder zu gemeinsamen Spaziergängen. Diese Hündin ist inzwischen wesentlich dominanter und eigenwilliger als meine Yette. Und das sicher nicht aus ihrer Veranlagung sondern einfach weil sie es darf/soll.

Sandra

Puppy

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18

Freitag, 18. September 2020, 10:41

Bei uns ist es so, dass jede/r Interessent/in gefragt wird, warum ausgerechnet diese Rasse, warum aus einer Leistungszucht, ist die Bedeutung einer Leistungszucht klar, wie wird der Hund gehalten, in welchem Bereich des Sports wird er geführt ect pp... wir erwarten auch von den Interessenten mit Fragen überhäuft zu werden! So lernt man sich schon mal etwas kennen.
Grundsätzlich suchen wir dann den Welpen aus oder wenn mehrere passen gibt es eben eine kleine Auswahl.
Wenn es einfach nicht der richte Hund, bzw. die richtige Zucht dieser Rasse für eine/ne Interessent/in ist, raten wir ab. Das kann immer auch vorkommen, z.B. ist noch keine Hundeerfahrung da, aber man findet den Riesenschnauzer doch so schön/imposant ect... dann muss man als Züchter so ehrlich sein und dem Menschen sagen, dass er für einen Hund aus der Leistungszucht nicht in Frage kommt.
Ab der ca 4./5. Woche kann man als Züchter schon erste Charakterzüge erkennen. Die Welpen entwickeln sich ja nicht alle gleich schnell und in jedem Stadium geben sie etwas neues von sich preis. Sobald die ersten Wochen um sind, ist jede/r Interessent/in herzlich Willkommen so oft es möglich ist zu kommen und die Welpen zu besuchen.
Der Welpeninteressent muss immer eines Wissen: der Züchter lebt 24/7 mit seinen Tieren und den Welpen zusammen und hat (im besten Fall) Ahnung von dem was er da gezüchtet hat. Kennt natürlich seine Hündin, den Rüden und auch die Großeltern - die geben einen großen Teil an die Enkel weiter - gar nicht immer "nur" die Eltern.
Ach es gibt so vieles was noch eine Rolle spielt. Ich finde es immer sehr wichtig, dass die Leute hier vorher mind. einmal vorbei kommen und auch deren Reaktion auf unsere "Großen" ist für uns immer sehr wichtig. Sie sind nunmal etwas "anders" und wir möchten sehen, wie die Leute auf einen solchen Hund reagieren. Schließlich müssen sie später ja auch mit einem solchen Hund zurecht kommen...wenn sie einen bekommen bzw. wenn sie dann noch möchten :exla:
Mir ist es wichtiger das der Hund in ein passendes Zuhause kommt, als unbedingt beste Freunde mit den Käufern werden zu müssen. Ist zwar ohne Frage super wenn man sich gut versteht und als Züchter freut man sich ja auch immer später nochmal das ein oder andere von seinen kleinen Monstern zu hören!! Aber das würde ich nie einem Käufer aufzwingen oder vorraussetzten.
Wo ich allerdings auch voll Zustimme: Hunde passen sich ihrer neuen Umgebeung und der neuen Bezugsperson absolut an. Es finden sich später immer Ähnlichkeiten mit dem/der Besitzer/in. Oder wir suchen wirklich perfekt aus :gr?: :exla: :exla: :exla:
Signatur von »Sandra« Züchter von Riesenschnauzern "of Giant Black Hawks"
für Dienst, Sport und aktive Familien (mit Hundeerfahrung)