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Akut

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21

Dienstag, 23. April 2019, 20:57

Ich denke kaum jemand kommt auf die Idee sein Kleinkind ( dass nicht schwimmen kann ) ins Mittemeer zu schmeißen und ihm freundlich zurufen „ Schwimm, Du musst nur schwimmen „
Wenn Du Deinem Hund ein Alternativverhalten anlernen möchtest, dann erst ohne Ablenkung bis es WIRKLICH sitzt, und dann mit langsam steigenden Ablenkung bis hin zur maximalen Ablenkung. Während dieser Zeit natürlich nicht nach dem Training wieder den gewohnten Weg mit den bekannten Ablenkungen beschreiten !
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Phoebe18

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22

Mittwoch, 24. April 2019, 11:06

Ohne Ablenkung spazieren zu gehen klappt bei uns nicht. Ich glaube jedes 4. Haus hat einen Hund.
Dann kommen noch viele aus dem Nachbarort zum Spaziengehen. Teilweise sogar mit Autos aus der Stadt.


Selbst morgens um 6 Uhr trifft man Hunde oder Jogger.

Da wir noch dazu plattes Land haben kann man beide auch schon auf weite Entfernung sehen. Und gute Augen hat sie.

Der Versuch Sie mit Leckerlies erstmal auf uns zu konzentrieren klappt bei Joggern und Kinderwagen schon etwas. Die werden immerhin nicht mehr angebellt.
Sie weint zwar noch hinterher und würde wohl auch mitlaufen, aber das geht so ziemlich gut.


Mit Hunden ist das komplett anders. Leckerlies funktionieren da auch nicht.
Sie will da laut keifend hin. Zu jedem. Sie hat keine Angst. Wenn wir sie lassen springt sie die großen Hunde an. Direkt ins Gesicht. Will spielen. Ist aber auch schon ein bisschen frech, jedoch reagiert sie bei einer Ansage der Hunde unterwürfig.

Selbst bei Hunden, die ihr schon eine sehr klare Kante gezeigt haben bellt Sie schon von weitem und würde auf Sie zustürzen.

Sie nicht zu den Hunden zu lassen haben wir auch probiert. Das Verhalten ändert sich dadurch nicht. Im Gegenteil, dann hört sich das Bellen aggressiv an. Trotzdem lasse ich sie nicht hin, da sie dann noch eine Belohnung für ihr Verhalten hat.

Ich bin da echt ratlos. Will mit meinem Verhalten natürlich nicht auch noch ihr Verhalten unterstützen.

Sie hat das bereits seit dem ersten Gang bei uns so gemacht. Da dachten wir noch, sie ist überfordert. Weg vom Züchter, lange Fahrt, neue Leute.


Eine kleine keifende „Kampf Ratte“.


Noch finden es die meisten süß, aber wie lange noch.

Zuhause ist sie lieb. Hört auch recht gut. Bellt den direkten Nachbarhund eher freundlichen lockend an und wenn er kommt freut sie sich. Draußen wird er trotzdem angebellt.

Bin für jeden Rat dankbar.

Riho

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23

Mittwoch, 24. April 2019, 12:54

Wichtig wäre, dass deine Kleine erst einmal ein bestimmtes Kommando lernt, dass sie voll und ganz auf dich fixiert. Was du sagst, kannst du dir ausdenken. Es sollte aber ein Wort sein, dass dir spontan einfällt und nach dem du nicht erst im Hirn suchen musst. Was du sagst, ist wurscht, der Hund lernt zu verknüpfen, wenn du es ihm richtig vermittelst.

Dieses Kommando muss erst einmal im "stillen Kämmerlein" ohne jegliche Ablenkung trainiert werden. Erst wenn es dort wirklich sitzt, kommt die erste kleine Belastung drauf, in dem du einen anderen, ruhigen Ort zum üben nimmst. Klappt es auch da nahezu perfekt, kannst du eine neue, leichte Ablenkung drauf legen, in dem du dort läufst, wo rundherum ab und zu etwas zu sehen ist. Auch dort muss es sehr gut klappen, bevor du den nächsten Schritt machst. Eure täglichen Ablenkungen kommen beim Üben ganz zum Schluss dazu. Bis dahin wendest du das neue Kommando im Alltag überhaupt nicht an, nur wenn ihr trainiert. Bei den täglichen Begegnungen mit anderen Hunden hältst du die Kleine nur unter Kontrolle, verwendest aber auf keinen Fall das neue Kommando. Sie kann es ja noch nicht, es braucht eine Weile, bis das klappt und du würdest es nur verderben. Um dir einen Zeitraum an die Hand zu geben, bis du Erfolg hast - bis ein Hund weiß, was du von ihm willst, braucht es ca. 200 Wiederholungen und bis es wirklich nahezu perfekt sitzt, ca. 2000. Also verliere nicht die Geduld, übe ganz in Ruhe und gib deinem Hund die Zeit, die er braucht.

Grüße von
Rita

Akut

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24

Mittwoch, 24. April 2019, 18:06

@Phoebe 18
Diese Aussagen höre ich täglich, wer will, kann diese Störungen weglassen, sie machen das Lernen für den Hund soviel einfacher !
Wenn Du meinst, es ist für Dich nicht machbar, dann lebe so weiter mit Deinem kleinen Terroristen, ist nicht schlimm.
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kaiman

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25

Mittwoch, 24. April 2019, 18:36

Hallo Phoebe18 (echter Name wäre schöner ;) )

Was hier eigentlich gesagt werden soll: Du musst dir Orte ohne Ablenkung schon suchen. Es ist nicht bequem, es macht Umstände, aber sonst wirst du es nie abstellen können.
Du musst zB. andere Spazierrouten/Orte wählen, dort wo du ganz sicher ungestört üben kannst. Und wenn man dahin erst fahren muss.... (weil man keinen eigenen Garten hat zB.)
Dieses Ziel musst du 100% ig verfolgen, sonst nutzen dir alle Übungen oder Fortschritte nichts. Nicht morgens üben und Nachmittags doch wieder die alte Route laufen, weil da ja seine Spielkumpanen anzutreffen sind.
Dein Hund leidet keinen Schaden, wenn du , ich sag jetzt mal 1/4 Jahr, NICHT mit ihm eure Route läufst und er auf nichts trifft.
Soll er Kontakt mit anderen Hunden haben, dann so, dass das NICHT mit einem Spaziergang in Verbindung gebracht wird. Separate Treffen explizit nur zum Toben, vorzugsweise NICHT auf eurem Spazierweg. Der ist erst wieder okay, wenn die größten Hürden geschafft sind und ihr die Endphase mit größtmöglicher Ablenkung üben könnt.
Hört sich alles erstmal sehr nach Umstellung und Anstrengung an. Jupp, ist es auch! ABER: das Ziel musst du vor Augen haben. Lieber eine zeitlang echte Bemühungen und Einschränkungen, als lebenslang so ein Theater an der Leine, oder? ;)

Außerdem ist euer Hund noch jung. Vielleicht geht es auch viel leichter, als du es dir momentan noch ausmalen magst (wenn der Hund erstmal deine Entschlossenheit spürt) Vieles kann auch Angstgebelle sein (ja, der Hund geht trotzdem nach vorn)
Und je mehr du und er allein unterwegs seid, zusammen spielt , tobt und übt, desto mehr wachst ihr als Team zusammen ;)

LG Bianca
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Bianca mit Riva & Ally

Akut

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26

Mittwoch, 24. April 2019, 20:44

Danke Bianca, ich kann das immer nicht so schön schreiben :)

Wenn auch ganz selten, so tue ich es doch einmal ... von meinem Hund schreiben !

Vor zwei Jahren hätte mein Hund alles Wild aus dem Wald geholt, was nicht bei 1 auf dem Baum war, und selbst da hat sie versucht rauf zu kommen ... Eichhörnchen.

Striktes oft etwas nerviges Training, nie wieder frei laufen jeden Tag dreimal an der Leine in den Wald ... naja Endergebnis, gestern Morgen, wie jetzt immer ohne Leine eine Runde durch den Wald, 20 Meter vor uns steht ein Reh, schaut kurz und rennt los ... meine Dame guckt zu mir, ich lächle, sie kommt zu mir und es gibt etwas Futter, einfach genial ^^
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Phoebe18

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27

Mittwoch, 24. April 2019, 21:12

Vielen Dank euch allen!

Viel zum Nachdenken. Dein Vorschlag Rita ist sehr interessant. Da setze ich mal an.



Liebe Grüße
Sabine

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