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11

Donnerstag, 17. Juni 2010, 22:32

Wenn die Hunde vorher über die Wiesen rennen dürften , würde ein Kitz oder Hase nicht so einfach umgemäht werden.
@ Traudel:

ich kann mir vorstellen, was Du meinst; aber ich musste echt schmunzeln..... ich weiß nicht was für ein Kitz oder einen Hasen angenehmer ist ein Mähdrescher oder ein jagdmotivierter nicht abrufbarer Hund......

Bitte nicht falsch verstehen, ich hatte nur meinen Jägermeister vor Augen.... und für uns sind hohe Wiesen etwas wo HUND GARANTIERT NICHT REIN DARF!!!!

Liebe Grüße Gerhild

Schnauzilie

Forumsklave

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12

Freitag, 18. Juni 2010, 15:21

Mich stört eigendlich hauptsächlich, dass der Hundehalter Auflagen noch und nöcher bekommt, Strafen zahlt, wenn der Hund im Sommer nur mal ohne Leine läuft, Schuld an allem Elend der Welt ist und hier stirbt Wild völlig "legal" ;( "Passiert halt..., ...ist halt so..., ...Risiko..., ...eingeplante Verluste..." ;( Ich möchte mir eigenlich garnicht vorstellen, dass das Kitz evtl "nur" stark verletzt wurde. Mir ist es dann schon wohler bei der Vorstellung, dass es wenigstens gleich tot war. Denn... wenn die Ricke und die Vögel über zwei Tage dort waren, war auch kein Jäger zum beseitigen dort ;(

Mutter Reh stand gestern nicht mehr da - auch keine Krähen und Greifer.... ;(
Signatur von »Schnauzilie« LG Astrid
(verzeiht meinen ständigen Zeitdruck, ich grüß euch hier deswegen nicht minder freundlich)

Rettet die Erde, das ist der einzige Planet wo es Schokolade gibt!

13

Freitag, 18. Juni 2010, 20:25

Mich stört eigendlich hauptsächlich, dass der Hundehalter Auflagen noch und nöcher bekommt, Strafen zahlt, wenn der Hund im Sommer nur mal ohne Leine läuft, Schuld an allem Elend der Welt ist und hier stirbt Wild völlig "legal" ;( "Passiert halt..., ..

Das stört mich auch - gelinde ausgedrückt.....ABER bei uns gibt es Bauern/Landwirte die nicht nur nichts dagegenhaben, wenn man auf Trampelpfaden die Futterwiesen "umkreist" sondern das auch explizit gut finden, da dann weniger passiert;
a) weniger verletztes Wild
b) kommt angeblich gar nicht so viel Wild, wenn dort regelmäßig Hunde spazieren gehen.... Allerdings sollte verhindert werden, dass Hunde in die Futterwiesen scheißen.......bzw. dann dann der Kot mitgenommen werden....


Armes Reh...... ;(

Pippin

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14

Freitag, 18. Juni 2010, 20:59

Hallo,

mein Vater war Landwirt und Jäger. Ich hab mir selber in meiner Jugend mein Taschengeld damit verdient, Wiesen mit abzusuchen nach Kitzen. Trotzdem wurden immer wieder Rehkitze angemäht. Grund dafür ist, dass die Kitze in den ersten Lebenstagen immer liegen bleiben. Die drucken sich immer tiefer ins Gras und bleiben einfach liegen. Auch haben sie in den ersten Lebenstagen keinen Eigengeruch, damit Fuch o.ä. sie nicht riechen kann. Damit kann Hund sie auch nicht riechen. Wenn Hund (und wir hatten 2 ausgebildete Jagdhunde) oder Mensch nicht buchstäblich darüberstolpert, dann findet man die Kitze wirklich nicht.
Auch ein Wildretter, der am Mähwerk befestigt wird, hilft erst, wenn die Kitze schon ein paar Tage alt sind. Vorher stehen die einfach nicht auf.

Was wirklich "hilft", war damals ein Wiesenbrüterprogramm. Das gabs damals zumindest in Bayern. Da gab´s für den Bauer Geld, wenn er vor einem bestimmten Datum die Wiese in Ruhe lässt, damit die Wiesenbrüter halt in Ruhe brüten können. Ich weiß das genaue Datum nicht mehr, aber es lag so, dass dann, wenn gemäht wurde die Kitze alle schon älter waren und davongelaufen sind. Da waren relativ viele Bauern zumindest in der Jagdrevier meines Vater dabei und damit war meine Quelle zum Taschengeldaufbessern versiegt. :)

Und bevor jemand was sagt: Ja mein Vater war Jäger. Aber er hat nie Haustiere erschossen, weder Hund noch Katze. Mit Ausnahme unserer eigenen alten Haustiere, die erlöst werden mussten. Da ging er nicht zum einschläfern zum Tierarzt, sondern die hat er selber erschossen. Könnte ich nie, aber für ihn war es der letzte Freundschaftsdienst.
Und nachdem es in Deutschland keine Wölfe und Bären o.ä. mehr gibt, muss das Wild halt durch die Jagd in einem gewissen Rahmen gehalten werden. Da hatte er als Waldbesitzer ein berechtigtes Interesse daran, dass die Bäumchen, die wir in mühevoller Arbeit gepflanzt haben, halt auch wachsen können und nicht sofort zerbissen werden.
Das ist die Frage, an der sich heute noch die Geister scheiden.... geht Wald vor Wild oder Wild vor Wald und wo ist der Mittelweg???

Aber durch meinen Vater kenne ich auch einige andere Jäger und da gab es damals schon einige, denen wirklich der Respekt vor dem Leben abhanden gekommen ist. Wie immer und überall gibt es da solche und solche.

Ich bin selber kein Jäger und es wäre auch kein Hobby für mich, aber ich respektiere die Notwendigkeit der Jagd in Deutschland (in anderen Ländern mag es wieder anders sein).

Viele Grüße

Gina
Signatur von »Pippin« Wir schenken unseren Hunden ein klein wenig Liebe und Zeit.
Dafür schenken sie uns restlos alles, was sie zu bieten haben. Es ist zweifellos das beste Geschäft, was der Mensch je gemacht hat.

iris judith

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Meine Hunde: Barny, ein Dobi-Terrier Mix von 1998 Cleo , eine Terriermixin von 2000 Ben, ein Westi-Malteser Mix von 2007 Sollte ein Platz bei mir frei werden, hätte ich gerne einen DP Rüden in schwarz! Deshalb treibe ich mich hier in diesem Forum herum...!!!!!

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15

Freitag, 18. Juni 2010, 21:07

Hallo Astrid! Bin ganz deiner Meinung! ;)
Wie Gina schrieb, scheint es ja sogar eine Lösungmöglichkeit dieses Problems zu geben :S

LG Iris
Signatur von »iris judith« Liebe Grüße Iris

Einen Hund kann man nicht besitzen, er kann uns nur begleiten. © Oliver Jobes

16

Freitag, 18. Juni 2010, 21:24

gegenseitiger Respekt

Hallo Gina,
Vielen Dank für den Beitrag!!!

Bei den Jägern ists wie mit den Hundehaltern es gibt eben solche und solche...........

Aber mit gegenseitigen Respekt lassen sich Brücken bauen.

Bei uns in der HuSchu hält zB der Stadtförster einen Vortrag über das Leben in Wald und Flur......
Da das Wissen darüber leider manchmal fehlt, entstehen eben aus Unwissenheit Konflikte........


LG

Gerhild

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